GenoGen eG – Insolvenzanfechtung - Ansprüche gegen Prüfungsverband DEGP

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Ralf Buerger
Ralf Buerger 02331 / 961 602 mail@ra-ralf-buerger.de
Beteiligungen bei der GenoGen eG erwiesen sich für die Mitglieder der Genossenschaft als finanzieller Fehlschlag. Als „Genossenschaft für Generationen“ lockte die GenoGen die Anleger mit vermeintlich lukrativen Immobiliengeschäften und hohen Renditen. Daraus wurde nichts.

Aktuelles:

GenoGen eG - Insolvenzanfechtung –Insolvenzverwalter fordert Geld zurück!

Die böse Weihnachts-Überraschung kommt per Post. Ungemach droht den Genossen der Genossenschaft für Generationen, GenoGen eG.

Der für die GenoGen eG vom Amtsgericht Münster bestellte Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Stephan Michels fordert die Anleger auf, Dividendenzahlungen für die Jahre 2014, 2015, 2016 zurückzuzahlen. 

Ganz wohl ist dem Insolvenzverwalter dabei jedoch nicht, so muss er sich hinter Formulierungen wie „wende ich mich mit diesem Schreiben in einer unglücklichen und belastenden Angelegenheit an Sie“,  „Überdies ist mir bewusst, dass Sie bereits Opfer betrügerischen Verhaltens – und dadurch bereits geschädigt worden sind“,  „Die Pflichten gebieten es, dass ich sämtliche Vermögenswerte und Ansprüche der Insolvenzmasse ordnungsgemäß verfolge unabhängig davon, ob ich es persönlich und auch menschlich für richtig oder falsch erachte“, verstecken.

Insolvenzanfechtung wegen eines Schneeballsystems!

Die juristische Grundlage dieser Zahlungsaufforderung heißt „Insolvenzanfechtung“ und ist genauso kompliziert und schwer verständlich wie der Brief des Insolvenzverwalters Michels, den die Genossen bekommen haben.

„Alle Genossen müssen mit Rückzahlungsforderungen rechnen“, so Rechtsanwalt Ralf Buerger aus Hagen, zugleich Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht. Ein Insolvenzverwalter würde sich schadensersatzpflichtig machen, wenn er diese zu Gunsten anderer Gläubiger nicht durchsetzt. Für die Gläubiger der GenoGen eG ist dieses Verfahren nur eine große Umverteilung. Die Masse wird erhöht und nach Abzug aller Kosten neu verteilt. 

Verlierer ist am Ende der vermeintlich nachrangig berechtigte Genosse? 

Der Eine gewinnt, manche Andere verlieren bei dem Umverteilungsprozess. Der Insolvenzverwalter macht sich viel Arbeit und vor allem bringt es erhebliche Gebühreneinnahmen. Auch das ist ein Grund, warum bei solchen Insolvenzverfahren immer mit Anfechtungen zu rechnen ist.

Damit der Insolvenzverwalter vom Betroffenen das Geld zurückverlangen kann, müssen jedoch zahlreiche Voraussetzungen erfüllt sein. Erfahrungsgemäß sind viele Rückzahlungsforderungen  nicht berechtigt. Regelmäßig verlangen Insolvenzverwalter zu viel Geld zurück. Auch ist die Rechtsprechung nicht einheitlich, entgegen der Darstellung der Insolvenzverwalter. Zu fast jeder Voraussetzung des Anfechtungsanspruchs gibt es völlig unterschiedliche Rechtsprechung. Der Ausgang eines Rechtsstreits ist regelmäßig offen und hängt vom einzelnen Richter ab.

Wir helfen Ihnen professionell bei der Abwehr etwaiger ungerechtfertigter Forderungen im Rahmen von Insolvenzanfechtungen und greifen dabei auf unsere über 22-jährige Erfahrung zurück! Vertrauen Sie sich als Anleger unserer Kompetenz an. Häufig lassen sich teure und lang andauernde Prozesse durch vorherige Beratung vermeiden! Gern helfen wir Ihnen!  

Ihre Ansprechpartner: 

Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht Ralf Buerger in Hagen, Tel.: 02331/961600

 

Was geschah zuvor?:

Nur sechs Jahre nach ihrer Gründung war die GenoGen pleite und stellte 2017 Insolvenzantrag. Ende 2018 verurteilte das Landgericht Münster vier Gründer bzw. Vorstände wegen Betrugs zu Haftstrafen. Zurück bleiben die Anleger, die den Versprechen einer vermeintlich seriösen Genossenschaft Glauben schenkten und nun den Schaden haben. Denn Gewinne hat die GenoGen mit ihren angeblichen Geschäften nie erzielt. Den Schaden für die betrogenen Genossenschaftsmitglieder bezifferte das LG Münster auf rund zwei Millionen Euro.

„Das Geld der Genossen muss nicht unwiderruflich verloren sein“, sagt Rechtsanwalt Ralf Buerger, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Hagen. „Es besteht die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Anspruchsgegner können neben den Vermittlern auch Wirtschaftsprüfer oder Prüfungsorganisationen sein“, erklärt Rechtsanwalt Buerger, der zahlreiche geschädigte Genossenschaftsmitglieder vertritt.

Genossenschaften genießen zwar allgemein einen guten Ruf und gelten als seriös. Doch genau das lockt auch immer wieder schwarze Schafe an, die die Anleger mit dubiosen Produkten um ihr Geld bringen wollen. Dies wird ihnen dadurch erleichtert, dass Genossenschaften vielfach nicht der Kontrolle durch die staatliche Finanzaufsicht BaFin unterliegen. Diese Aufgabe übernehmen Prüfungsverbände und die Genossenschaft darf sich sogar aussuchen, welchen Prüfungsverband sie sich anschließt. Im Fall der GenoGen war dies der Deutsch-Europäische Genossenschafts- und Prüfungsverband (DEGP). Doch schon beim Strafprozess in Münster zeigte sich, dass es laut einer Zeugenaussage mit den Kontrollen nicht allzu weit her war. „Die Zeit“ berichtete im Juni 2018, dass ein DEGP-Vorstand eingeräumt habe, dass es bei der GenoGen nicht mehr zu Prüfungen gekommen sei und die Genossenschaft nie alle nötigen Unterlagen vorgelegt habe. Juristische Mittel diese einzufordern, habe der Verband allerdings auch nicht.

„Dennoch hat die DEGP am 21. März 2012 einen Prüfbericht ausgestellt. Das ist zumindest fahrlässig. Wir sind der Auffassung, dass gegen die DEGP wegen jahrelanger Nichtprüfung Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können“, so Rechtsanwalt Buerger.

Mehr Informationen: https://www.anwalt4you.net/kapitalmarktrecht